Das Wichtigste in Kürze Ein eigener Einkäufer lohnt sich, wenn Anfragen liegen bleiben und niemand nachfasst. Er braucht Fahrzeugwissen, Gesprächsstärke und einen stetigen Zufluss an Verkäufern. Unten findest du ein Aufgabenprofil, Interviewfragen und eine Beispielrechnung, ab wann sich die Stelle trägt.
In vielen Autohäusern macht der Verkauf den Einkauf nebenbei. Das geht gut, solange wenig Anfragen kommen. Sobald der Privatankauf wächst, wird „nebenbei“ zum Engpass.
Woran du merkst, dass es Zeit ist
- Rückrufe dauern länger als einen Tag
- Offene Kontakte werden nicht nachgefasst
- Jeder bewertet anders
- Besichtigungen scheitern am Terminkalender des Verkaufs
Rechnet sich die Stelle?
Beispielwerte, setz deine eigenen ein:
- Kosten der Stelle pro Monat (inkl. Nebenkosten): 4.500 €
- Rohertrag pro Privatankauf: 1.800 €
- Break-even: etwa 3 zusätzliche Ankäufe pro Monat
Die Frage ist also: Bringt ein fester Einkäufer durch schnellere Reaktion und konsequentes Nachfassen mindestens drei Fahrzeuge mehr? Die Antwort liefern deine Kennzahlen.
Das Aufgabenprofil
- Neue Anfragen am selben Tag bearbeiten, siehe Erstkontakt
- Gespräche nach Leitfaden
- Besichtigungen und Bewertungen
- Angebote und Verträge
- Nachfassen und CRM-Pflege
Das richtige Profil
Ein guter Einkäufer ist nicht der lauteste Verkäufer, sondern der beste Zuhörer. Er kennt Fahrzeuge, ist geduldig und strukturiert.
Drei Interviewfragen
- „Ein Verkäufer sagt, er habe 2.000 € mehr woanders bekommen. Was antworten Sie?“
- „Wie organisieren Sie 40 offene Kontakte?“
- „Was prüfen Sie bei einer Besichtigung als Erstes?“
Woher die Kontakte kommen
Ein Einkäufer ohne Zufluss an Verkäufern ist nicht ausgelastet. Rolle und Lead-Quelle gehören zusammen, siehe Ankauf-Leads vs. Händlerbörse.
FAQ
Intern besetzen oder extern suchen?
Oft gibt es im Team jemanden mit Talent. Sonst hilft Social Recruiting.
Wie führe ich die Rolle ein?
Mit einem klaren Einkaufsprozess.